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31.Juli.2010 14:54:06 
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Countdown bis zum Highfield

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Das Highfield Festival 2000 (18.08. - 20.08.2000)

Highfield 2000 Steckbrief zum Festival

Datum: 18.08. - 20.08.2000

Line Up 18.08.: The Inchtabokatables, Limp Bizkit, Blink 182, Reamonn, Simon Says, Din A4

Line Up 19.08.: Guano Apes, Placebo, Beck, Rollins Band, Freundeskreis, Tocotronic, Ween, Muse, Blumentopf, Gentleman, Nevis

Line Up 20.08.: HIM, Project Pitchfork, The Gathering, Subway to Sally, The Bates, Eat No Fish, Anger77, Zeromancer

Ort: Erfurt - Stausee Hohenfelden

Preis: VVK: 89,- DM (rund 45 Euro)





Highfield 2000




















Das war Highfield 2000.

Wir danken an dieser Stelle dem Team von Radiozone.de. Sie waren beim 2000er Durchgang des Festivals dabei und haben folgende Zeilen verfasst!

Topacts wie Limp Bizkit, Beck und HIM spielten in Hohenfelden bei Erfurt auf. Die Organisation war perfekt. Zwar mussten einige Fans mehr als zwei Kilometer von Ausweichzeltplätzen zur Bühne laufen. Aber das Line Up und das geordnete Rundrum dürften hinreichend entschädigt haben. Allein das Wetter wollte ganz am Ende nicht mehr so recht mitspielen.

Freitag: Limp Bizkit räumen ab
Der Auftakt des Highfield-Festivals lief wie am Schnürchen. Schon bei Reamonns "Supergirl" waren tausende Menschen da und sorgten für  Stimmung. Als dann Blink 182 auf die Bühne traten, gab es kein Halten mehr. Limp Bizkit spielten danach und waren kurz gesagt das Highlight des Abends. Das Festivalgelände platzte aus allen Nähten.  Die Band zeigte eine ausgereifte Bühnenshow mit Feuerwerk. Als eine halbe Stunde gespielt war, war es der Band "noch zu wenig Party" und sie spielte  Lieder wie "Master of Puppets" von Metallica oder "Jump around" von House of Pain Und die Massen jumpten. Einziger kleiner Wermutstropfen war, das Limp Bizkit sich wirklich viel Zeit lies, auf die Bühne zu kommen. Aber dafür sind sie ja Weltstars.

Samstag: Beck spielt Looser
Am Samstag das selbe Bild wie zum Auftakt: Schon bei Muse (starker Gig) war das  Gelände gerammelt voll. In den großen Spielpausen zwischen den Bands wurde das Gelände zu einer großen Liege- und Sitzfläche. Tocotronic düften einen ihrer letzten  Auftritte als Trio gehabt haben (demnächst kommt ein Keyboarder dazu). Die Hamburger leiteten den intellektuellen Teil des Festes ein brachten. Dann kam Beck zu seinem umjubelten Konzert auf die Bühne. Der Meister der Low-Fi-Samples gab sich recht easy aber das unglaublich gekonnt. Und trotz der Gerüchte, er wolle "Looser" nie wieder spielen, brachte Beck auch seinen größten Hit beim Highfield. Letztes Highlight des Abends waren die Guano Apes. Die deutsche Ausnahme-Band einmal mehr mit ihrer energischen Bühnenshow.

Sonntag: HIM fällt ins Wasser
Der Sonntag begann so schön. Die Bands on stage machten Spaß wie die Tage zuvor. So gingen Subway to Sally voll nach vorne los und The Gathering überzeugten bei einem ihrer Jahr Festival-Konzerte in diesem Jahr. Dann warteten die Fans auf HIM. Der Finne Hermanni Ville Valo und seine Band laufen ja gerade die Charts rauf und runter. Die Bühne beim Highfield konnte HIM nicht lange auf und ab laufen. Nach nur zehn Minuten Spielzeit kam ein Sommergewitter, es goss wie aus Kannen und nichts ging mehr. Das Konzert wurde in Erfurt nachgeholt.





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Anger 77 berichten vom Highfield 2000

(ein Bericht exklusiv für Radiozone.de - wir danken an dieser Stelle abermals für gutes Material!)

"Diesen Sommer spielen wir die ganz großen Festivals!" Diese Worte aus dem Munde eines Musikers, Bookers oder Managers zu hören, sollte die Alarmglocken klingeln lassen. Wenn es sich hiebei nicht um diejenigen handelt, die mit Metallica zu tun haben, ist es eine hundertprozentige Lüge! Als Band, die ihre zweite Platte veröffentlicht und damit versucht aus ihrem Newcomerstatus herauszukommen, haben wir zu diesem Thema nie gelogen.

Stattdessen haben wir uns gefreut, wenigstens auf einem der großen deutschen Rockfestivals mit dabei sein zu dürfen. Das Highfield Festival, oft als etwas prollig und Recycle-Veranstaltung der anderen deutschen Festivals abgetan (nach dem Motto: "Wenn Beck schon mal hier ist, können wir ihn auch noch nach Hohenfelden schicken"),  war dieses Jahr für die Veranstalter und die Zuschauer ein echter Erfolg. Dieses Jahr ging es erstmals über drei Tage, und alle kamen auf ihre Kosten. Mehr Zuschauer als in den letzten beiden Jahren und  beim Line-up "für jeden was dabei". Am Freitag hopsten sie bei Limp Bizkit, am Samstag haute sie Beck alle um und am Sonntag standen den Schwarzkitteln beim Anblick ihrer Helden die Tränen in den Augen.

Und wir? Wir stiegen am Sonntag auf die Bühne, umzingelt von Zeromancer und Eat No Fish, zur einer Zeit, bei der man nur an Bier, Bratwurst und Blasmusik, sprich: Frühschoppen denkt. Noch während der Show von Zeromancer blickten wir etwas skeptisch drein; die Guano Apes und der Bier-Sponsor schienen am
Abend vorher ganze Arbeit geleistet haben, es drückte sich nur ein kleines Grüppchen von Besuchern vor der Bühne herum. Wir widmeten uns also  wieder unserem vom Freitagabend gezeichneten Equipment (wir spielten auf einem Feld-Wald-und-Wiesen-Festival: Schlamm, Matsch, Pizza als Catering, besoffene Hippies..., ihr kennt das).

Doch nachdem Zeromancer die Bühne verließen und wir selbige betraten sah die Welt schon viel bunter aus, die Traube von Menschen vor der Bühne war gespenstisch angewachsen, in einem zweitausender ­Laden hätte das richtig gut ausgesehen - aber egal, für 12.15 Uhr brauchten wir uns wirklich nicht zu beschweren. Wir rockten 40 Minuten und es machte richtig Spaß, und schaute man in das ein oder andere Gesicht, spiegelte  sich die Freude unter den versoffenen Augenringen sogar wieder. Dies nahmen wir dann auch zum Anlaß, gegen Ende noch eine Kohle aufzulegen. Leider bremste ein Bruch im Basskabel den Tatendrang, doch alle nahmen es mit Humor und nachdem Ersatz gefunden wurde, brachten wir auch unseren letzten Klassiker mit Anstand zu Ende. Verschwitzt und erleichtert verließen wir die Bühne und strichen wirklich sehr viel Lob für den Gig ein, doch understatement-mäßig sagte jeder natürlich: "Naja, man könnte das noch besser machen oder das, und außerdem ... Aber so macht man das auf großen Festivals, wenn man mal spielen darf.



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