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Das Highfield Festival 2000 (18.08. - 20.08.2000)
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Steckbrief zum Festival
Datum: 18.08. - 20.08.2000
Line Up 18.08.: The Inchtabokatables, Limp Bizkit, Blink 182, Reamonn, Simon Says, Din A4
Line Up 19.08.: Guano Apes, Placebo, Beck, Rollins Band, Freundeskreis, Tocotronic, Ween, Muse, Blumentopf, Gentleman, Nevis
Line Up 20.08.: HIM, Project Pitchfork, The Gathering, Subway to Sally, The Bates, Eat No Fish, Anger77, Zeromancer
Ort: Erfurt - Stausee Hohenfelden
Preis: VVK: 89,- DM (rund 45 Euro)
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Das war Highfield 2000.
Wir danken an dieser Stelle dem Team von Radiozone.de. Sie waren
beim 2000er Durchgang des Festivals dabei und haben folgende Zeilen verfasst!
Topacts wie Limp Bizkit, Beck und HIM spielten
in Hohenfelden bei Erfurt auf. Die Organisation war perfekt. Zwar
mussten einige Fans mehr als zwei Kilometer von Ausweichzeltplätzen
zur Bühne laufen. Aber das Line Up und das geordnete Rundrum dürften
hinreichend entschädigt haben. Allein das Wetter wollte ganz am
Ende nicht mehr so recht mitspielen.
Freitag: Limp Bizkit räumen ab
Der Auftakt des Highfield-Festivals lief wie am Schnürchen.
Schon bei Reamonns "Supergirl" waren tausende Menschen
da und sorgten für Stimmung. Als dann Blink 182 auf
die Bühne traten, gab es kein Halten mehr. Limp Bizkit spielten
danach und waren kurz gesagt das Highlight des Abends. Das Festivalgelände
platzte aus allen Nähten. Die Band zeigte eine ausgereifte
Bühnenshow mit Feuerwerk. Als eine halbe Stunde gespielt war, war
es der Band "noch zu wenig Party" und sie spielte
Lieder wie "Master of Puppets" von Metallica oder "Jump
around" von House of Pain Und die Massen jumpten. Einziger
kleiner Wermutstropfen war, das Limp Bizkit sich wirklich viel Zeit
lies, auf die Bühne zu kommen. Aber dafür sind sie ja Weltstars.
Samstag: Beck spielt Looser
Am Samstag das selbe Bild wie zum Auftakt: Schon bei Muse (starker Gig) war das Gelände gerammelt voll. In den großen
Spielpausen zwischen den Bands wurde das Gelände zu einer großen
Liege- und Sitzfläche. Tocotronic düften einen ihrer letzten
Auftritte als Trio gehabt haben (demnächst kommt ein Keyboarder
dazu). Die Hamburger leiteten den intellektuellen Teil des Festes
ein brachten. Dann kam Beck zu seinem umjubelten Konzert
auf die Bühne. Der Meister der Low-Fi-Samples gab sich recht easy
aber das unglaublich gekonnt. Und trotz der Gerüchte, er wolle "Looser"
nie wieder spielen, brachte Beck auch seinen größten Hit
beim Highfield. Letztes Highlight des Abends waren die Guano
Apes. Die deutsche Ausnahme-Band einmal mehr mit ihrer energischen
Bühnenshow.
Sonntag: HIM fällt ins Wasser
Der Sonntag begann so schön. Die Bands on stage machten Spaß
wie die Tage zuvor. So gingen Subway to Sally voll nach vorne
los und The Gathering überzeugten bei einem ihrer Jahr Festival-Konzerte
in diesem Jahr. Dann warteten die Fans auf HIM. Der Finne
Hermanni Ville Valo und seine Band laufen ja gerade die Charts rauf
und runter. Die Bühne beim Highfield konnte HIM nicht lange
auf und ab laufen. Nach nur zehn Minuten Spielzeit kam ein Sommergewitter,
es goss wie aus Kannen und nichts ging mehr. Das Konzert wurde in
Erfurt nachgeholt.
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Anger 77 berichten
vom Highfield 2000
(ein Bericht exklusiv für Radiozone.de - wir danken an dieser Stelle abermals für gutes Material!)
"Diesen Sommer spielen wir die ganz großen Festivals!"
Diese Worte aus dem Munde eines Musikers, Bookers oder Managers
zu hören, sollte die Alarmglocken klingeln lassen. Wenn es sich
hiebei nicht um diejenigen handelt, die mit Metallica zu tun haben,
ist es eine hundertprozentige Lüge! Als Band, die ihre zweite Platte
veröffentlicht und damit versucht aus ihrem Newcomerstatus herauszukommen,
haben wir zu diesem Thema nie gelogen.
Stattdessen haben wir uns gefreut, wenigstens auf einem der großen
deutschen Rockfestivals mit dabei sein zu dürfen. Das Highfield
Festival, oft als etwas prollig und Recycle-Veranstaltung der anderen
deutschen Festivals abgetan (nach dem Motto: "Wenn Beck schon
mal hier ist, können wir ihn auch noch nach Hohenfelden schicken"),
war dieses Jahr für die Veranstalter und die Zuschauer ein echter
Erfolg. Dieses Jahr ging es erstmals über drei Tage, und alle kamen
auf ihre Kosten. Mehr Zuschauer als in den letzten beiden Jahren
und beim Line-up "für jeden was dabei". Am Freitag
hopsten sie bei Limp Bizkit, am Samstag haute sie Beck alle um und
am Sonntag standen den Schwarzkitteln beim Anblick ihrer Helden
die Tränen in den Augen.
Und wir? Wir stiegen am Sonntag auf die Bühne, umzingelt von Zeromancer
und Eat No Fish, zur einer Zeit, bei der man nur an Bier, Bratwurst
und Blasmusik, sprich: Frühschoppen denkt. Noch während der Show
von Zeromancer blickten wir etwas skeptisch drein; die Guano Apes
und der Bier-Sponsor schienen am
Abend vorher ganze Arbeit geleistet haben, es drückte sich nur ein
kleines Grüppchen von Besuchern vor der Bühne herum. Wir widmeten
uns also wieder unserem vom Freitagabend gezeichneten Equipment
(wir spielten auf einem Feld-Wald-und-Wiesen-Festival: Schlamm,
Matsch, Pizza als Catering, besoffene Hippies..., ihr kennt das).
Doch nachdem Zeromancer die Bühne verließen und wir selbige betraten
sah die Welt schon viel bunter aus, die Traube von Menschen vor
der Bühne war gespenstisch angewachsen, in einem zweitausender Laden
hätte das richtig gut ausgesehen - aber egal, für 12.15 Uhr brauchten
wir uns wirklich nicht zu beschweren. Wir rockten 40 Minuten und
es machte richtig Spaß, und schaute man in das ein oder andere Gesicht,
spiegelte sich die Freude unter den versoffenen Augenringen
sogar wieder. Dies nahmen wir dann auch zum Anlaß, gegen Ende noch
eine Kohle aufzulegen. Leider bremste ein Bruch im Basskabel den
Tatendrang, doch alle nahmen es mit Humor und nachdem Ersatz gefunden
wurde, brachten wir auch unseren letzten Klassiker mit Anstand zu
Ende. Verschwitzt und erleichtert verließen wir die Bühne und strichen
wirklich sehr viel Lob für den Gig ein, doch understatement-mäßig
sagte jeder natürlich: "Naja, man könnte das noch besser machen
oder das, und außerdem ... Aber so macht man das auf großen Festivals,
wenn man mal spielen darf.
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