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Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen? 09.März.2010 23:52:02 |
Das (echte) Festival ABC(hff) Sogut wie alle anderen Webseiten, Flyer, Infozines und Co. verkaufen Euch ein "Festival ABC" als, auf sich, angepasstes FAQ, in dem es häufig nicht vielmehr gibt als Notrufnummern die man über das Wochenende erreichen kann, die Station der Sani-Zelte und (für Montagmorgen) die nahegelegendste Autobahnauffahrt für den Weg nach Hause. Die komischen Leute hinter Highfield-Forum.de sind auf keinen Fall klüger oder gar kreativer als all' die anderen Autoren, aber dennoch gibt es hier ein ABC wie es im Lehrbuch nicht schöner stehen könnte. Ohne große Worte, hier geht's los ... A- B> Bier: oft als Grundnahrungsmittel verschrien. Sicher gibt es wohl kein Festival auf dem nicht Bier als absoluter Spitzenreiter in der Getränkehistory aufgeführt ist. C> Crowdsurfen (bzw. -surfing): Beliebter Festivalsport. Dabei wird man über die Köpfe bzw. Hände der Menge (=engl. crowd) getragen. Hierbei ist zu beachten dass man es möglichst auf dem Rücken und mit dem Kopf zuerst macht. Niemand möchte gerne Springerstiefel und anderes Schuhwerk gegen den Kopf bekommen. Umso rockiger die Musik, umso mehr Crowdsurfer gibt es. Schaut also auch öfters mal nach hinten und warnt die umstehenden Menschen! Wer sich jetzt fragt wo denn die Crowdsurfer alle herkommen ... Ganz einfach: Über die Räuberleiter lässt man sich auf die Hände der Leute fallen. Beliebt ist auch sich dann nach vorn zu rollen, da dadurch die Richtung beeinflusst werden kann. Ab und zu traut sich auch die eine od. andere Band ins Publikum ... (siehe auch S wie Stagediving) D> Duschen: Auf jedem Festival gibt es sie. Es mag ekelig klingen, aber viele echte Festivalfreak verzichten darauf (der Stress des Wartens in langer Schlange, die häufig gefluteten Duschkabinen, ...), aber dass muss jeder für sich entscheiden. Wenn schon nicht Duschen, dann ist zumindest Klamottenwechseln aber empfohlen! Socken gehören dazu! (siehe auch Z wie Zähneputzen) > Dixi-Klo: Wohl kein anderer Markenname hat sich so als Synonym in die Köpfe der Menschen gebrannt wie Dixi - für die vorhandenen Toiletten. Lasst Euch warnen, wenn das jeweilige Modell nicht gerade frisch aufgestellt ist, wird Euch im Inneren wahrscheinlich ein Bild des Grauen erwarten. Vom Geruch ganz zu schweigen. Seid so solidarisch und verlasst die Teile so, wie Ihr sie gerne vorfinden würdet! (siehe auch W wie Wassergespülte Toiletten) > Dosenöffner: Klassisches Utensil, das immer wieder vergessen wird. Was nützen einem 50 Ravioli-Dosen wenn man keinen Dosenöffner bzw. Taschenmesser dabei hat? Also entweder auf Tütennahrung (ist eh viel leichter als die schweren Dosen) umsteigen oder eben den heißbegehrten Dosenöffner mitnehmen. E> Essen: Essen muss der Mensch. Dafür haben die Vielzahl der Festivalorganisatoren immer ein großes Aufgebot von Fressbudenbetreibern parat, die Ihre Waren, quer verteilt auf dem Gelände, verkaufen. Von Currywurst über Chinapilzreisgemüsepfanne bis zum Luxus-Vegitofugemischtem ist alles vertreten. Rechnet mit hohen Preisen! Nicht Sattwerden für fünf Euro ist die Regel, aber die Erfahrung gehört zu einem guten Freiluftwochenende dazu. (siehe auch G wie Grillen) F- G> Grillen: Es ist meist offiziel nicht erlaubt, offenes Feuer oder einen Grill zu betreiben. In eigentlich 100 % der Festivalfälle wird es aber toleriert. Der preiswerten Stärkung steht also nichts im Weg (siehe E wie Essen). Denkt daran den Grill (oder Rost) niemals im Zelt aufzubauen, ihn möglichst sicher abzustellen und in seinem Umkreis möglichst nichts schnell brennbares abzulegen. Geht Euch mal der Anzünder oder die Holzkohle aus (oder ist sie durch Regen nass), dann gibt es im direkten Umkreis auf jedenfall hilfsbereite Menschen die Euch sowas schenken. H> Helga: Der Mythos mit dem längsten Bart der Welt. Nach all' den Jahren sollte jedem klar sein, Helga ist weg. Wann, warum und wo es passiert ist weiß niemand. Weswegen die Rufe nach der (angeblich) etwas angegrauten Frau nach wie vor auf Festivals präsent sind ist ebenso völlig unbekannt. Fakt ist: Jedes Wald- und Wiesenfestival behauptet von sich, der Urheber des Gerangels zu sein. Witzigerweise ist die tatsächliche Entstehung völlig unbekannt. I- J- K- L- M> Müllpfand: Mittlerweile auf jedem größeren Festival Standard: Man zahlt am Eingang 5 Euro (bitte bereithalten! Damit der Einlass zum Campingplatz schneller geht...), bekommt dafür einen Chip und eine Mülltüte und bringt diese am Sonntag od. Montag Morgen möglichst gut gefüllt (mit dem eigenen Müll!) zurück. Für den Chip gibt's die 5 Euro zurück :). Achtung: kein Veranstalter möchte Euch abzocken! Es soll lediglich sichergestellt werden dass nicht der ganze Müll am Ende quer über das Feld verstreut liegt. Geringere Reinigungskosten wirken sich auch auf den Ticketpreis aus! Also haltet Euren Campingplatz sauber! Oder wer zeltet schon gern im Müll? N- O> Ohrstöpsel: Die Teile gibt es so gut wie überall zu kaufen. Auf Festivals kann man sie auch finden und häufig sogar gratis Abstauben. Es gibt die Dinger auch hightech-like (Ihr nehmt die Musik nahezu gleich wahr wie ohne, aber Ihr verhindert diverse nervige Nebenerscheinungen wie z. B. das berühmte Pfeifen im Ohr (siehe T wie Tinitus). P> Pavillons: Mittlerweile von den Veranstaltern unerwünscht, da natürlich mehr Platz beansprucht wird, aber werden meist geduldet (frühe Anreise lohnt sich). Wer einmal ein Festival im Regen erlebt hat, weiß wie wichtig so ein Pavillon sein kann. Vor allzu intensiver Sonneneinstrahlung schützt er natürlich auch. Ebenso sind die Dinger praktisch zum Befestigen diverser Fahnen (Zelt wiederfinden wäre somit auch leichter, nur gibt es Fahnen mittlerweile wie Sand am Meer). Erfahrungsgemäß lernt man unter einem Pavillon auch leichter Leute kennen, vielleicht weil hier die größeren Parties steigen? Für ca. 20 Euro im Baumarkt zu haben. Aber bitte nach dem Festival wieder mit nach Hause nehmen. Die Veranstalter danken es Euch. Q- R> Regen: Merke, auf einem Festival muss es regnen. Auch Festivals im Hochsommer sind davor nicht sicher. Regen/Sturm/Gewitter gehören zu einem Festivalwochende dazu und sind vollkommen normal. Wenn man mit diesem Gedanke an die Sache rangeht kann eigentlich nichts schiefgehen oder vorallem auch die eigene Laune nicht vermiest werden. Bringt Wechselklamotten mit. Besorgt Euch einen dieser preiswerten leichten Regenmäntel mit grosser Kapuze, den Ihr bei Bedarf einfach über alle anderen Sachen drüberziehen könnt. Auf dem Festivalgelände könnt ich auch immer für etwa zwei bis vier Euro Regenumhänge kaufen (Tip: die gleichen Teile gibt es auch im normalen Handel für etwa 0,50 bis 1,00 Euro). Ein Hinweis am Rande: Seid wachsam wenn Euch jemand von riesiger Regenflut erzählt und werft spontan "Glastonbury Festival 2005" in den Raum (Warum das jetzt mit dem Thema zu tun hat? - Sucht mal im Internet.) S> Security: Die meisten machen Ihren Job. Viele ehrenamtlich und der wirklich große Teil ist sehr hilfsbereit, ordendlich und macht seinem Namen alle Ehre. Es soll durchaus negative dieser Spezies geben - wem was wirklich gravierendes passiert hat jederzeit die Möglichkeit, anhand der (normalerweise) gut sichtbaren Nummer der Ordnungskraft, Beschwerde einzureichen. Aber vielen Besuchern sei gesagt: wer sich benimmt wie ihm gesagt, der bekommt auch keine Schwierigkeiten. > Sanitäter: Das Deutsche Rote Kreuz ist immer da! Am Besten ist, Ihr passt alle gegenseitig auf Euch auf, sollte aber doch etwas passieren, dann stehen immer ausreichend Hilfskräfte bereit. Vom Blasenpflaster bis zum Stützverband ist alles möglich. Gravierende Verletzungen sind zwar selten, aber auch in diesem Fall werdet Ihr bestens versorgt und im Notfall in eines der Umliegenden Krankenhäuser gebracht. > Stuhl: Jeder, der auch ein wenig feiern möchte, weiß wie wichtig ein Stuhl sein kann. Wer möchte schon den ganzen Abend stehen oder im (mittlerweile) feuchten Gras sitzen? Bewährt haben sich eine ganz spezielle Sorte Campingstühle, die platzsparend zusammenklappbar sind (praktisch wenn man mit dem Zug anreisen muss, oder keinen Minibus zur Verfügung hat). Natürlich mit Becherhalter. Zu finden ständig im Angebot diverser Supermärkte, Baumärkte etc. Die 5 - 8 Euro lohnen sich zu investieren! Mittlerweile gibt's diese Campingstühle auch mit Fußstütze für die ältere Generation (Survival- bzw. Recyclinghinweis: ein umgedrehter Getränkekasten tut es auch) > Stagediving (=engl. "Bühnentauchen"): Hierbei springt man von der Bühne in die Hände der Menge und hofft dass diese einen auffängt :). Auf größeren Festivals wie dem Highfield nicht sehr gebräuchlich, da ein Fotograben der Weg zum Glück trennt. Und dort stehen böse böse guckende Securities. Der Spaß ist also vor allem den Künstlern vorbehalten. Wobei es auf großen Bühnen ohnehin nur schwer machbar ist, da der Fotograben zu breit ist. T> Tinitus: Das Pfeifen am Mittwoch nach dem Festival ist in vielen Fällen normal. Wer sich in die erste Reihe stellt muss damit rechnen. Seht es als Trophähe und Erinnerung an geile Bands. Grundsätzlich sind aber Ohrstöpsel (siehe O) empfohlen, für eventuell mitgebrachte Kinder (so etwas gibt es) sowieso zwingend! > Titty Twister: So heißt das Disko/Party-Zelt (der Name ist sicher vielen aus dem Film "From Dusk Till Dawn" bekannt). Zu finden auf jedem größeren Festival (auch Highfield). Eintritt meist frei (auf dem Highfield ja). Hier kann man bis in die frühen Morgenstunden feiern, tanzen, Leute kennenlernen. Überlegt euch also gut ob Ihr hier in der Nähe zelten wollt ... U- V> W> Wassergespülte Toiletten: Ja, es gibt sie, die Alternative zu den Dixis! Zwar nicht auf dem Festivalgelände selbst (bis zum letzten Jahre zwar schon, aber nun ja, die Zeiten ändern sich), aber zumindest auf dem Campingplatz in Form von Containern (mit jeweils 5-6 Kabinen). Erkennbar an den langen Schlangen davor (es gibt eben nur wenige dieser Container). Sie sind sauberer als die Dixis, da sie regelmäßiger gereinigt werden. Toilettenpapier meist vorhanden, aber zur Sicherheit lieber welches mitnehmen. Y> Z> Zähneputzen: (im Gegensatz zum Duschen - siehe D) sollte eine Zahnbürste dringend zur Grundausstattung eines Festivalgängers gehören, denn nichts ist schlimmer als das fiese Zeug was sich seit dem letzten Alkoholcurrywurstmix über Nacht in Eurem Mund gebildet hat. > Zelt: wer nicht gerade ein Eintagesticket gekauft hat sollte sich für die anwesenden Nächte ein Zelt mitnehmen. Tip für Trage-Muffel: Zelthopping betreiben. Ihr lernt ziemlich schnell neue Menschen kennen, vielleicht sogar so nah, dass Ihr Euch mit ins jeweilige Zelt/Schlafsack kuscheln dürft. Macht aber bitte nicht dem/der Falschen schöne Augen, sonst verbringt Ihr das Wochenende eventuell bei den Sanitätern (was theoretisch das Mitbringen eines eigenen Zeltes auch spart ... ein Teufelskreis). |