… wir haben es ja alle überlebt

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ich war noch zugegeben nie eine Freundin des Campens und mein letztes Festival liegt schon ein paar Jährchen zurück… ich glaube es war in Roskilde oder beim WWF, als mir damals ein „Herr“ mit wunderschönen langen Haaren, im Zustand höchster Lebensfreude und nur noch des Wortes SLAYER mächtig, ohne Zuhilfenahme seiner Hände direkt vor die Füsse urinierte, natürlich mit entrücktem Gesichtsausdruck – als wäre es das Schönste auf der Welt… seitdem hatte sich, irgendwie traumatisiert von diesem Erlebnis, dieserlei Konzertspektakel auf immer größer werdenden Bildschirmen nur noch bei mir zu Hause abgespielt… tja, trotzdem fehlte natürlich irgendwie doch was Entscheidendes …
und nun 2010 – Highfield - ganz in der Nähe in Leipzsch und auch noch an einem See … hatte laut darüber nachgedacht und rubbeldiekatz hatte mein bester Freund einfach Karten bestellt und mich vor vollendete Tatsachen gestellt – es gab nun kein Zurück mehr… alles andere ist Geschichte…
Da wir, wie gesagt, schon was älter sind (ü30), hab ich kurzerhand ein Wohnmobil gemietet, denn eine „feste Burg“ braucht man mittlerweile doch

Im Forum hier ist ja zu lesen, was Menschen so auf sich nehmen, um Teil von so`nem Ereignis zu sein –Respekt an alle, die kilometerweit ihre ganzen Utensilien bei Mörderhitze umhergeschleppt haben!
Vielleicht wäre es auch besser gewesen, noch ein Jahr zu warten – trotzdem hab ich eigentlich Nichts bereut!!! Es war schön, sich wieder mal lebendig zu fühlen!!!
Trotzdem muss es doch heutzutage und in einem zivilisierten Land, in Zeiten des Nacktscanners und der unterschwelligen Dauergefahr durch Killerviren und Monsterbakterien, Zombiefröschen, Justin Biber, etc… möglich sein, auch für ein Rock-Festival, wenigstens Grundbedürfnisse zum Wohlfühlen und für die Gesunderhaltung der Art zu erfüllen. Deshalb jetzt hier (mal im Ernst) meine Themenschwerpunkte (Power-Point-Präsentation kann auf Anfrage gerne auch noch fürs Teammeeting angefordert werden!

):
- mehr Wasser (aus Leitungen)
- mehr Elektrizität ~
in Form von Steckdosenpoints (z.B. Handys sind heutzutage superwichtig, halten aber keine drei Tage)
und Leuchtquellen an den Wegen (auch in den Dixies wären nachts wenigstens LEDs durchaus „sachdienlich“ gewesen)
- Dixies ständig im Auge behalten (anatomische Zielvorrichtungen versagen offensichtlich mit steigendem Alkoholpegel)
Beispiel Frankreich, vorangehender Forumbeitrag auch super („Best Practice“ suchen - es gibt ja noch mehr Festivals auf der Welt)
- bessere Beschilderung bzw. Lagepläne, und zwar der Realität entsprechend
- mehr (legale) Durchgänge zwischen Zelt- und WoWa-Plätzen
- mehrere feste Toiletten-häuser oder auch –wagen für die Mädels (obwohl diese trotz Zelterei und mangelnder Gelegenheiten größtenteils umwerfend gut aussahen - fettes Kompliment!!!)
- mehr Duschmöglichkeiten
- vielleicht ein paar der unzähligen Zigarettenverkäufer auf Kaffee- und Mineralwasser umschulen bzw. kleine Verpflegungsinseln auf den Zeltplätzen einrichten
- Security besser auswählen bzw. einweihen – einige waren nämlich durchaus nett, aber leider wirklich ziemlich ahnungslos!
- Stagecams - mehr Close-Ups auf die Leinwände (die ganze Band sieht man auch von Weitem gut)
- lieber Crowdsurfer und Stagediver als Zaunpinkler
- nachvollziehbare Kriterien für Sicherheitskontrollen (wenn überall Wurfgeschosse auf dem Boden liegen -> grober Split – wer wirft da seinen Tetrapack???)
- das Müllproblem wurde ja schon zur Genüge angesprochen
Die Veranstalter dürften ja auch inzwischen so in meinem Alter sein (wie übrigens auch ein Großteil der Musiker) – und es gibt garantiert noch mehr Leute, die auf rundum-sorglos-VIP-Tribünen und den ganzen anderen Firlefanz gerne verzichten wollen, obwohl sie sich das mittlerweile durchaus leisten könnten!
Vielen Dank an das nette Mädel vom Becks-Stand – für die „Sitzkissen“!!!!!!!!!
Und auch super, dass wir am Ausgang beim Abfahren vom Sicherheitsdienst mit Handschlag und „Guter Fahrt“ verabschiedet wurden – das hat so manches wieder wettgemacht!