@jessie: also dem kann ich nicht zustimmen. auch ich bin auf rockfestivals schon öfter in solch tricky situationen gekommen. ganz ungeachtet davon ob die menschen nun grundsätzlich vernünftiger sind oder nicht.
dazu zählen - staus am eingang vor dem ersten wellenbrecher (nicht highfield, logisch) wo auf die vorne wartenden menschen immer mehr druck ausgeübt wurde. so viel das man keine luft mehr bekam wenn man keine 1,80 groß ist, an dem konzept wurde zum glück mittlerweile gearbeitet und es geht gesitteter zu, sprich die leute stehe in reih und glied

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- enge gassen zum bühneneingang (z.b. einlass vor der hauptbühne bei rip 2004, wo in wenigen minuten die toten hosen anfangen sollten und tausende menschen von der alterna zur center strömten und die leute nicht schnell genug kontrolliert werden konnten. es entstand ein fürchterliches gedränge, was zum glück nach wenigen minuten aufgelöst wurde indem die kontrollen fallen gelassen wurden)
- überfüllte bereiche vor der bühne, so z.b. beim terremoto 2003 im 1. wellenbrecher. ich stand bei den foo fighters (glaube ich mich zu erinnern) recht weit vorn als es bei beginn des konzertes richtig eng wurde und sich alles mit einem ruck verschoben hatt. nachdem ich meine brille verloren hatte (zum glück ist keiner drauf getrampelt und ich konnte sie schnell aufheben) wollte ich nach hinten flüchten. bekanntermaßen ist direkt vor dem 1. wellenbrecher immer etwas platz, dort war dem nicht so. man stand dicht gedrängt bis zum ende. ich bin dann raus getragen worden, mangels luft. die ordner meinten es gäbe keinen anderen weg ...
- wenn zuviele menschen auf einmal nach draußen wollen. so geschehen nach den subways 2008 beim highfield. zwar vergleichsweise harmlos, aber es hatte eine starke sogwirkung, war tierisch eng, heiß und meine hose hatte danach einen riss, was eindrucksvoll den druck beweist, denn ich wurde nur mitgezogen, freies laufen war nicht möglich.
bei der loveparade ist was ähnliches passiert (laut augenzeugenberichten, keine mutmaßungen): es wollten zuviele leute rein (und auch noch gleichzeitig wieder welche zurück), vorn gings aber nicht weiter, also staute sich das. es wurde immer enger und enger, also gaben bauzäune nach. dadurch entstanden 2 meter freie luft, so dass natürlich sofort leute automatisch auf diese freie fläche gestoßen wurden. das ging aber so plötzlich dass leute unter die meute gerieten. und weil zu viele auf einmal kamen, fanden diese auch kein weg mehr nach oben. teilweise lagen mehrere personen übereinander. da wo es ging wurde leuten freilich aufgeholfen, aber bei den kräften die da wirken, haben das schlichtweg nicht alle geschafft. bzw. da wo kein platz ist kannst du auch niemandem aufhelfen, denn es rücken ja sofort alle auf, der platzgewinn ist aber im promillebereich. begrenzt durch betonmauern ...
klar, es gibt immer menschen, die von hinten noch nachdrücken, weil sie nicht vorne sehen was abgeht. aber das hast du überall, auch bei rockfestivals. siehe z.b. die problematik an den vor ein paar jahren noch nicht so streng regulierten eingängen zu den wellenbrechern. oder auch ganz alltäglich direkt vor der bühne, wo es bei headlinern gern sehr eng zugeht und man sich fühlt wie in einer sardinienbüchse. trotzdem wird noch von hinten geschoben. schließlich will jeder nach ganz vorn ...
und da hab ich beim highfield auch schon unschöne dinge gesehn. nämlich wie der vordere wellenbrecher schon nachgab (z.b. beim highfield 2006 vor den beatsteaks) oder 2008 vor kettcar (!), weil die leute schon für die ärzte anstanden. da wurde so stark gedrückt, dass man einen holzbalken als stütze zuhilfe nehmen musse. zum glück ist nichts schlimmeres passiert. aber stell dir mal einen panikausbruch vor oder die absperrung gibt wirklich komplett nach und alle sacken mit einem mal nach vorn, denn man "verlässt" sich ja auf die absperrung, bzw. wird automatisch dagegen gedrückt. die 2. und 3. reihe würde automatisch über die erste fallen ...
außerdem waren bei der loveparade nicht nur "techno-menschen", sondern vor allem ganz normale leute. auf einem video hab ich auch einen mit rock am ring-shirt gesehen und insgesamt wirkten die meisten vollkommen nüchtern. es ist ein irrtum, dass alle stark alkoholisiert waren, oder auf drogen. aber es ist immer ein leichtes, es auf die unvernunft oder sonstwas zu schieben.
naja, aber eigentlich ist es vollkommen offtopic. wollte das nur nicht so stehen lassen.
der einzige grund warum das auf dem geliebten highfield noch nicht passiert ist, weil dort viel mehr für die sicherheit getan wird. mehrere ein-u. ausgänge, wellenbrecher, absicherungen von gegenständen, die unter alkoholeinfluss unfälle verursachen (kinderspielplatz, see), ...
trotzdem wage ich zu behaupten, dass man nie komplett alles dafür tun kann um solch einen fall auszuschließen.
denn es ist nicht nur bei den hosen was passiert, sondern auch in roskilde (
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,83538,00.html - gilt heute als das sicherste festival und war wegweisend mit seinem sicherheitskonzept vor der bühne, leider erst nach dem unfall, davor gab es aber auch die üblichen wellenbrecher, der unfall ereignete sich vor dem wellenbrecher) und bei einem festival in marokko (
http://www.laut.de/Mawazine-Festival/Elf-Tote-bei-Massenpanik/25-05-2009) und wenn ich mich nicht irre auch bei einem festival in australien (ich glaub bei limp bizkit?) vor ein paar jahren.
also deine pauschalisierung ist echt nicht so glücklich ...
aber ich fahre trotzdem noch guten gewissens auf festivals. weil ich vertrauen in die jeweiligen veranstalter habe. jedoch vermeide ich mittlerweile die engen menschenmassen dort. dient meinem persönlichen wohlbefinden und dem konzertgenuss. sardinenbüchse ist halt doch nicht so toll

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die menschen in dem tunnel hatten diese wahl leider nicht.
amen