nochmal hier

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Mit ein bißchen Verspätung auch mein Fazit der Störmthal-Premiere für mich:
+++ BÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄNDS! (normalerweise fahren wir zum Area4 aber Seeed + Foo Fighters als zusätzliche TOP-Acts zum quasi gleichen Preis führten uns zum Highfield)
+++ Dusch-Camp / sanitäre Anlagen (absolut TOP - sauber und mit Einzelkabinen), wobei (der Rest im "Mecker-Thread") 1 Camp absolut zu wenig ist. Unser Vorteil als Green-Camper war die geniale Entfernung von nur 60 Metern
+++ Green-Camping (super Sache, auch wenn nicht alle so "green" waren wie ich persönlich es gerne hätte, ein Festival ohne Essenschlachten, besoffene Horden und extreme Vermüllung macht um Längen mehr Spaß
+++ Bühnen-Anordnung (sehr kurze Wege von Green zu Blue, bei richtiger Standortwahl null Soundbrei, auch die White Stage störte im Gegensatz zum Hurricane absolut nicht)
Alles, was ich zu bemängeln habe, kommt jetzt:
ARGH!

Meine persönliche Mängeliste (trotz dem Umfangs kommen wir wieder

)
1. Die PARKPLÄTZE- Wer um Gottes willen hat die Einweisung des Personals vorgenommen. Keiner wußte, um welchen Parkplatz es sich handelt. Niemand konnte Auskunft zur Kapazitätsauslastung geben. Nur die 5,- Euro Parkgebühr wurden gerne genommen.
Ergebnis: Obwohl wir am Donnerstag sehr rechtzeitig vor Ort waren, "durften" wir in der hintersten Ecke von P3 parken und hatten somit elend lange Laufwege.

Da war es in Hohenhelden mit dem parallel zum Zeltplatz gelegenen Parkplätzen deutlich angenehmer.
2. Der WEG Parkplatz - ZeltplatzWie kann man eine spärlich beleuchtete Behelfs-Brücke als Zugangsweg ausweisen? Mit Sack und Pack bei Dunkelheit sehr schlecht passierbar. Diverse Sackkarrenkonstrukte haben diese Hürde nicht geschafft

Vielleicht bin ich etwas zu verwöhnt und/oder habe zu viel Gepäck und Ausrüstung dabei (habe es halt gerne bequem und komfortabel auch auf einem Festival

), aber wenn man auf C1 hätte zelten wollen, sind die Wege in meinen Augen nicht zumutbar.
3. und wichtigster Punkt meiner Kritik:
DIE EINLASS-SITUATIONDas war nichtmal Kreisklasse und ich frage mich wirklich, ob diejenigen, die sich die Regelung ausgedacht haben, jemals ein Festival organisiert haben. Das ist nicht nur extrem besucherunfreundliche sondern wirklich gefährlich.
Wo fange ich an?

3a) Wegführung: Es wurden völlig unnötigerweise gleich mehrere Knotenpunkte geschaffen, die bei weniger besonnenem Publikum (remember loveparade) zu ganz schlimmen Konsequenzen hätten führen können. Es wurden die P3, P2, P1 Parker alle auf einen Weg zusammengeleitet (erster Knotenpunkt), die Wege, die ja wie auch immer sicherheitstechnisch abgenommen wurden (möchte mal wissen, welcher Amateur das genehmigt hat), sind aus meinem subjektiven Gefühl keine 6 Meter breit gewesen und zu beiden Seiten durch Bauzäune begrenzt. Es gabe keinerlei Fluchmöglichkeiten bei einer stets möglichen Massenpanik und keine Ausweichflächen.
Es haben sich am Donnerstag teilweise haarsträubende Szenen abgespielt und zeitweise waren die einfachen Securities (wie auch!) nicht mehr Herr der Lage. Durch das Nadelöhr zum Bändchenzelt quetschen sich ja nicht nur die 1000den Neu-Anreisenden sondern parallel auch die 1000de, die bereits vor Ort waren und weitere Dinge aus den Autos holen wollten.
Für den Besucheransturm speziell am Donnerstagnachmittag/-abend waren die Zuwegungen völlig unterdimensioniert.
Um nicht nur zu meckern sondern auch
Lösungsmöglichkeiten zu bieten:
Warum verschiebt man die Bändchenausgabe nicht auf die Parkplätze? Dort ist mehr als genug Fläche und durch den tröpfchenweisen Einlass hätte man auch gleich mehr Platz auf den engen Wegen.
Zusätzlicher Vorschlag: Kompletter Verzicht auf Gepäckkontrollen (muß ja vorher nicht verkündet werden!) Eigentlich weiß jeder Festivalbesucher, dass Glas nicht erlaubt ist und die paar Sachen, die bei den "Doofen" gefunden werden, rechtfertigen in meinen Augen nicht die stundenlangen Wartezeiten für all Diejenigen, die wie gewünscht vorher in PET umfüllen. Die 10%, die Glas "schmuggeln", bekommen die Flaschen so oder so auf den Platz. Auch schlimmere Dinge (bengalische Feuer, etc.) werden bei Kontrollen nie gefunden, da diese Leute wissen, wie man ALLES, was man will auf den Platz bekommt.
Sinnvoller (und auch durchgeführt) finde ich
Kontrollen AUF dem Zeltplatz, bei denen zig Glasflaschen in den Camps konfisziert wurden. Das macht absolut Sinn!
3b) Bändchenausgabe/Gepäckkontrollen: s.o. Es dauert einfach viel, viel zu lange, die Besucher mit Bändchen zu versorgen. Noch länger und unnötiger sind die Gepäckkontrollen. Eine einzige Schleuse für C2 C3 und Green-Camping ist einfach nicht ausreichend.
Lobend möchte ich erwähnen, dass reagiert wurde - wenn auch VIEL ZU SPÄT! Mein Bändchen konnte ich entspannt am Freitagnachmittag holen. Für den Einlass zum Green-Camping musste lediglich das berühmte "grüne Band in weiss" vorgezeigt werden.
4. Das ZeltplatzgeländeGottchen, was ist das für ein Boden?

Steinig, knüppelhart. Ohne jetzt zu jammerig klingen zu wollen, auf dem Green Camping war es teilweise unmöglich, die Heringe überhaupt in den Boden zu bekommen.
Viel wichtiger ist aber auch hier die Dimensionierung. Man bedenke, in diesem Jahr war gut die Hälfte der zukünftig angedachten Kapazität erreicht (25000 zu 50000 Besuchern). Wo sollen die Leute denn alle hin. Bereits Donnerstagabend gegen 20.00 Uhr war es fast unmöglich, auf C2 oder C3 4 Zelte zusammenhängend aufzustellen. Ob man unbedingt 4 Tage am Hang oder direkt vorm Dixi-Klo zelten muß, beantworte ich für mich mit "Nein". Wann und wie zusätzliche Zeltflächen freigegeben wurden, kann ich nicht beurteilen. Aber was in meinen Augen gar nicht geht, ist das Zustellen von Rettungswegen, Quergängen, etc. und auch die vermeintliche Freigabe des Green Camping für alle Zelter ist eigentlich nicht im Sinne des Erfinders.
5. Festivalgelände5a) Lage der Bühnen: Warum muss die Hauptbühne so "in der Ecke" stehen? Abgesehen davon, dass ich die Bühne lieber gedreht (also in Richtung Zeltplatz stehend) hätte, wäre ein bißchen mehr Platz nach rechts und links nicht schlecht gewesen.
5b) Beschaffenheit des Geländes: Schotter, Schotter, faustgroße Steine. Da braucht mir niemand mit "zu großer Tetra-Pak" zu kommen, wenn für Randalierer die Möglichkeit besteht, die Leute mit Felsbrocken zu attackieren. Gemütliches Stehen oder gar gechilltes Sitzen oder Liegen ist auf diesem Gelände nicht möglich.
5c) Sound: teilweise erbärmlich schlecht und für meinen Geschmack relativ leise, was das Verfolgen von Konzerten aus größerer Entfernung zu einem nicht so großen Vergnügen machte.
Schlußendlich ist und bleibt jedes Festival das, was man selbst draus macht - keine Frage.
Aber gerade die Fragen des Einlasses oder der Bändchenvergabe/Gepäckkontrolllen. Da würde ich mir für die kommenden Jahre eine sichtbare und merkliche Veränderung wünschen.
Wir kommen wieder!
Gruß
Gordo